Updates für den Mac sicher durchführen
Seinen Mac regelmässig mit den neusten Updates von Apple zu füttern sollte nicht nur zum guten Ton gehören sondern stellt mittlerweile eine absolute Notwendigkeit dar. Sicherheitslöcher gibt es leider auch auf dem Mac! Doch ein Update, das unseren Mac sicherer machen soll kann auch gleichzeitig gefährlich für den laufenden Betrieb sein. Warum das?
Updates lassen sich generell in 3 Kategorien einteilen:
- Updates für die Verbesserung der Performance des Rechners
- Updates zur Verbesserung der Kompatibiliät der Hardware mit Peripherie-Geräten wie z.B. Digitalkameras
- Updates zur Verbesserung der Sicherheit des Macs
Alle Updates greifen dabei auf unterschiedliche Weise ins System ein. Manche Updates spielen Verbesserungen für Standard-Software wie z.B. iTunes ein die relativ “oberflächliche” Änderungen darstellen. Andere Updates jedoch greifen tief in die Kern-Funktionen des Betriebssystems selbst ein. Dabei gilt ganz allgemein, ein Update ändert, erweitert oder löscht auf dem Rechner bestehende Daten. Und hier liegt auch die Gefahr der Updates für den laufenden Betrieb. Es gibt zwei mögliche Gefahrenstellen:
- Inkompatibilität der installierten Programme mit dem “erneuerten” Mac OS
- Inkompatibilität des OS mit sich selbst (komm ich später noch genauer dazu)
Inkompatible Programme
Jede Applikation muss, um mit der aktuellen Betriebssystem-Version lauffähig zu sein an diese angepasst werden. Das OS bietet zwar klar definierte Schnittstellen an auf die ein Programm aufsetzen kann, je älter ein Programm ist, desto wahrscheinlicher können jedoch Probleme auftreten. Auch wenn der Vergleich etwas hinkt, aber in der Zeit als von der PPC- zur Intel-Architektur gewechselt wurde, wurde das besonders deutlich. Die meisten Programme konnte (kann) man Dank Rosetta weiterhin benutzen, dieses aber auch nur, da Apple mittels dieser Krücke Inkompatibilitäten weitgehend abfangen wollte / konnte. Ähnliches kann auch nach einem Systemupdate passieren und unerwartet / unerklärliche Probleme treten auf. Um hier von vornherein gefeit zu sein empfehle ich vor jedem größeren
Die Lösung
Vor einem Systemupdate sollte man am Besten die gesamten installierten Programme auf den neuesten Stand bringen. Wie das denn? werdet ihr euch fragen! Ich für meinen Fall hab weit über 200 Apps auf dem Rechner. Da sitzt man ja 3 Stunden nur mit updaten dran. Stimmt! Aber dafür gibt es ein einfaches und genials Tool namens AppFresh. Installieren, ausführen und schon hat man eine komplette Ansicht aller Programme und deren Updates, die sich schnell und einfach installieren lassen. Doch Vorsicht, manche Updates kosten Geld!
Inkompatibilät des OS an sich
Der Mac lädt beim Starten des Systems aber auch beim Starten einer Applikation einen Großteil der notwendigen Daten in den Arbeitsspeicher oder in sogenannte Caches. Von den letztern gibt es eine Menge vom Boot-Cache über den Fond-Cache bis zu Caches beispielsweise des Safari. Diese Caches sind sozusagen ein halbflüchtiges Gedächtnis des Macs und dienen im Allgemeinen dazu Programmstarts zu beschleunigen. In ihnen können aber auch noch Dinge stehen, die einem Update Probleme bringen können. So zu sagen inkompatible Fragmente von alten OS X.
Ein weiterer Punkt ist das Dateisystem auf der Platte des Mac. Auch wenn HFS+ ein sehr sicheres und zuverlässiges FS ist, hier kann auch immer wieder mal ein -klein wenig- schief gehen. Rechte von Dateien oder Verzeichnissen, die nicht korrekt gesetzt wurden sind hier die häufigste Quelle.
Die Lösung
Die Korrektur(en) des FS kann man einfach und schnell mit Hilfe des “Festplattendienstprogramms” erledigen. Einfach das boardeigene Tool starten Festplatte auswählen und auf reparieren klicken (Adminrechte erforderlich) und schon ackert der Apple los. Im Zweifelsfall werden hier schon einige Dinge repariert, was die Dateirechte angeht.
Die Geschichte mit den Caches stellt sich schon wieder etwas komplizierter dar. Ich empfehle dazu das Tool “Onyx”. Ich weiß, darüber lässt sich ewig streiten, ob man solche Tools einsetzen soll, ob sie was bringen oder ob Mac OS das nicht alles selber macht. Ich sage dazu, schaden tut es nicht. Und so lösche ich vor jedem größeren Update zuerst die Caches mit Onyx, starte neu und installiere dann.
So, das waren mal meine Meinungen zum Thema den Mac updaten. Viel Erfolg und hoffentlich viele gute Erfahrungen mit den Updates!