Working in the cloud – Oder wie ich (nur noch) auf dem iPad arbeite?

Im vorherigen Beiträg berichtete ich bereits über mein Arbeiten seit 2 Tagen auf einem iPad Pro 9,7″ in Kombination mit einer passenden „Connect“-Tastatur von Logitech. Hier möchte ich euch ein wenig mehr über das eigentliche Arbeiten auf dem Device und die Voraussetzungen für das Arbeiten näherbringen.

Mit Arbeiten meine ich dabei nicht im Internet herumsurfen oder schnell mal eine Mail zu schreiben. Ich spreche hier von echtem Arbeiten im Sinne eines Jobs! Eines vorweg, es sind ein paar Voraussetzungen notwendig und man benötigt den passenden Job und die passenden Aufgaben um ein Arbeiten auf dem iPad wirklich effizient auszuführen.

Was aber genau sind die Voraussetzungen und wann und wie wird ein iPad zu einem echten Arbeitsgerät?

Bearbeiten von Office-Dokumenten
Das iPad hat anders wie Android-Tablets keinen echten lokalen Speicher oder eine SD-Karte um „Dateien“ lokal abzulegen oder unter den verschiedenen Apps zu teilen. Das heißt, dass ich nur begrenzte Möglichkeiten habe zum Beispiel eine Datei mit Text zum einen auf das Gerät zu bekommen und zum anderen diese Datei zu bearbeiten und dann z.B. via Mail zu verschicken.

Daher ist die Nutzung einer Cloud-basiertes Dateispeicherung die einzige Lösung und unabdingbar. Dropbox, Google Drive, OneDrive oder Apple eigenes Produkt iCloud stehen hier (teilweise) kostenlos zur Verfügung. Die entsprechenden Apps sind im App-Store erhältlich. Ich persönlich nutze OneDrive von Microsoft.

Des Weiteren sind entsprechende Apps die auf die Daten-Cloud zur Bearbeitung von Dokumenten zugreifen können wiederum zwingend notwendig. Auch hier nutze ich Word, Excel, Powerpoint im Paket mit Office365. Aus meiner Sicht eines, wenn nicht sogar das beste Paket aktuell am Markt. Die Apps sind zu einem Großteil der Funktionen identisch mit den altbekannten Programmen unter Windows oder MacOS, die Integration in OneDrive ist seamless und die bearbeiteten Dateien sind 100% kompatibel mit den herkömmlichen Formaten.

Power-Features (neu-) entdeckt

Das Suggest-Typing (also das Vorschlagen von passenden Wörtern währende dem Schreiben) kennt man ja bereits vom iPhone und der virtuellen Tastatur des iPad. Bei der Verwendung mit einer externen Tastatur am iPad bringt diese urplötzlich einen unglaublichen Mehrwert. Hatte ich noch über die Touchbar der neuen MacBook Pro gelächelt, kann ich jetzt durchaus verstehen woher diese Idee kommt: in iOS ist diese virtuelle Touchbar im Bildschirm sozusagen build-in und macht das Schreiben teilweise deutlich leichter/schneller.

Ein weiteres cooles Feature bei der Nutzung der Office-Suite auf dem iPad sind die Präsentationsmöglichkeiten! Ein PowerPoint Präsentation zu beamen oder kurz mal eine Excel-Tabelle zu zeigen war noch nie so einfach. Voraussetzung am Anzeigegerät sind entweder ein AppleTV oder passende Adapter für’s iPad. Es ist jedenfalls unschlagbar durch seine Präsentation zu „wischen“ und sich mit dem Device im Raum bewegen zu können!

Kommunikation und Messaging
Da ich in meinem iPad Pro eine SIM-Karte nutze und somit von WLAN völlig unabhängig bin ist es mir wichtig über das Device auch erreichbar zu sein und schnell mal mit Kollegen remote einen kurzen Call abzuhalten.

Faszinierend wie einfach das geht! Ich nutze Slack für die Team-Kommunikation und Messaging und Skype for Business für VoIP und Videocalls. Beides funktioniert dank nativer Apps völlig unkompliziert. Mein mittels Bluetooth gekoppeltes Jabra-Headset ermöglicht mir neben dem Musikhören wie von selbst auch einen schnellen Videocall… und das wenn es sein muss sogar im Biergarten!

Mail und Kalender ergeben sich von alleine, da hier die Apple-eigenen Produkte gut nutzbar sind. Eine Alternative bietet auch hier Outlook in Kombination mit Office365.

Kleine Helferlein
Weitere für mich nicht mehr verzichtbare Tools sind Trello & Wunderlist als Projekt- und Taskverwaltung und (seit dem Umstieg weg von Evernote) DS Note als digitales Notizbuch.

Von allen dreien gibt es native Apps und alle drei sind, wie sollte es anders sein, cloud-basiert und somit vollumfänglich auf dem iPad nutzbar. Da wir alle Tools kollaborativ im Team verwenden bin ich hier auf dem iPad im up-to-date.

Voraussetzungen für vollwertiges Arbeiten auf dem iPad

  1. Man benötigt den passenden Job inklusive passender Aufgaben. Alles was digital erfolgen kann und am Besten nicht zwingend in einem Office auszuführen ist, ist prädestiniert für das Arbeiten auf dem iPad. Jobs mit viel „Handarbeit“ oder arbeiten in einem festen Büro-Environment schließen sich aus.
  2. Alle Tätigkeiten die man mit nativen Apps oder cloud-basierten Apps erledigen kann eigenen sich gut für die Arbeit mit dem Tablet. Tool-based work, also bei dem ein Großteil der Kollegen mit den selben Tools (z.B. Slack, Trello, Wunderlist) arbeiten sind am Besten.
  3. Cloud-basierter Datenaustausch ist zwingende Grundvoraussetzung! Auch wenn man via VPN sich z.B. ins Office-Netzwerk verbinden kann, das Arbeiten mit klassischen Datei-Systemen wie File-Server oder einem lokalen SharePoint be- oder verhindern den Einsatz des iPad weitestgehend.
  4. Last but not lease, ohne eine passende Tastatur (z.B. Logitech „Connect“) und ein Bluetooth-Headset ist ein iPad „nur“ ein Tablet. Ja, man kann auch auf der virtuellen Tastatur schreiben. Aber ehrlich, das macht keinen Spaß!

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